Bebauung Stadtgärtnerei: BBB wirft den Grünen Wahlbetrug vor

In seiner jüngsten Sitzung hat der Rat entschieden, dass eine Bebauung des ehemaligen Geländes der Stadtgärtnerei weiterverfolgt werden soll.

Der Entscheid kam vor allem wegen des Verhaltens der Stadtverordneten aus dem Lager der Grünen zustande, die entweder dafür stimmten oder den Sitzungssaal – ohne ein Votum abgegeben zu haben – verließen und so eine Mehrheit von 42 Ja- zu 34 Nein-Stimmen erst ermöglichten.

Zur gerade ein Jahr zurückliegenden Kommunalwahl hatten die Grünen den Wählern noch ganz anderes versprochen. In ihrer Antwort auf die „Wahlprüfsteine“  genannte Abfrage der „Bürgerinitiative für die Erhaltung des Meßdorfer Feldes“ sprachen sich die Grünen Anfang 2014 noch eindeutig gegen eine Bebauung des Stadtgärtnereigeländes aus.

Dazu sagt BBB-Stadtverordneter Marcel Schmitt: „Wer im Wahlkampf den Bürgern verspricht, sich für die Freihaltung der Flächen der Stadtgärtnerei stark zu machen, aber bereits wenige Monate später anderes in der Jamaica-Koalition vereinbart und nach Jahresfrist im Rat für die Weiterführung des Bebauungsplanverfahrens votiert, begeht Betrug am Wähler.“ Entgegen den in ihrer Glaubwürdigkeit schwer beschädigten Grünen wird der BBB an seiner vor längerer Zeit bekanntgemachten Position, den Bereich der ehemaligen Stadtgärtnerei nicht für Wohnungsbau freizugeben, aus ökologischen Gründen weiter festhalten.

Nach den Erkenntnissen der Klimaforschung ist die Sicherung von Frei- und Grünflächen für Städte und Ballungsräume zur Anpassung an den Klimawandel unverzichtbar. Insbesondere im dicht bebauten Talkessel des Rheins ist es für die Umwelt- und Wohnqualität von großer Bedeutung, möglichst viele Bäume und Freiflächen zu erhalten. Jeder Baum, der gefällt wird, kann im Sommer keinen Schatten mehr spenden und kein CO² binden. Jede versiegelte Grünfläche kann nicht mehr als Kaltluftbildungs- oder Regenversickerungsfläche dienen.

Dazu sagt Schmitt: „Wir halten das Gelände der Stadtgärtnerei auf Grund seiner Lage im Meßdorfer Feld als Standort für Wohnungsbau für nicht geeignet. Die Fläche ist Teil eines für das Bonner Klima wichtigen Freiraumsystems und sollte besser für die Anlage von Obstwiesen oder für schul- und umweltpädagogische Projekte genutzt werden. Dazu haben wir uns vor der Kommunalwahl im Mai 2014 klar bekannt. Und was der BBB vor der Wahl verspricht, das hält er nach der Wahl.“

 

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