100-Tage-Bilanz des neuen OB durchwachsen: Sridharan ohne Rückendeckung in der Ratskoala

Die ersten 100 Tagen der Amtszeit von Oberbürgermeister Ashok Alexander Sridharan (CDU) haben zwar gezeigt, dass er Ex-OB Jürgen Nimptsch in Sachen Repräsentation in Nichts nachsteht und die Stadt bei offiziellen Anlässen bestens vertritt. Bezeichnend war aber vielmehr, dass er bei wichtigen Entscheidungen mehrfach von der Ratskoalition und damit auch von seiner eigenen Partei vorgeführt wurde. Die Koalition aus CDU, Grünpartei und der für Sridharan wahlkämpfenden FDP verwarf beispielsweise die Pläne des neuen OB für eine preisgünstige Sanierung der Beethovenhalle und lehnte zuletzt seinen Vorschlag zum Bau von Holzständerbauten zur Aufnahme von Flüchtlingen brüsk ab.

Dazu sagt BBB-Fraktionsvorsitzender Marcel Schmitt: „Wie die Ratskoalitionäre den OB innerhalb seiner erst kurzen Amtszeit schon haben im Regen stehen lassen, ist bemerkenswert und lässt für die Zukunft nichts Gutes erwarten. Offenbar will man von Seiten der Koala im Verhältnis zur Stadtspitze da weiter machen, wo man mit Jürgen Nimptsch aufgehört hat. Das kann nicht zum Wohl der Stadt sein.“

Die mit seinem pressewirksamen Besuch der Bürgerdienste bei Amtsantritt am 21. Oktober 2015 verbundene Hoffnung, unter Ashok Alexander Sridharan könnte die bis dato gänzlich katastrophal verlaufende Zentralisierung der Bürgerdienste irgendwann tatsächlich so verbessert werden, dass die Bürger zeitnah bedient werden und die Stadt Bonn ihren Obliegenheiten aus dem Meldegesetz nachkommen kann, ist bis heute unerfüllt geblieben.

Schmitt: „Dass die durch CDU-Stadtdirektor Wolfgang Fuchs ursprünglich verursachte Misere bei den Bürgerdiensten noch immer nicht beseitigt wurde und wohl auch auf absehbare Zeit nicht wird, liegt klar in der Verantwortung des OB. Hier hat er Organisationshoheit und darf nicht weiter aus falsch verstandener Rücksicht schuldhaft zögern, sondern muss endlich durchgreifen, um die durch die desaströse Reform hervorgerufenen Missstände abzustellen.“

Als fragwürdig erachtet es die BBB-Fraktion, dass OB Sridharan sich den Erhalt des Pantheon-Theaters und die Rettung der Kammerspiele als ersten großen Erfolg seiner Amtszeit auf die Fahnen schreiben will.

Schmitt: „Der Erhalt der Kammerspiele ist nicht deshalb beschlossen worden, weil man im Bonner Stadthaus eingesehen hätte, dass man diese für Bad Godesberg und das Bonner Theater insgesamt wichtige Institution nicht abwickeln darf, sondern weil die Entscheidung der Bonner Ratskoalition von einem taktisch klug agierenden Generalintendanten regelrecht abgerungen wurde. Ohne Herrn Helmichs verdienstvollen Einsatz in dieser Sache stünden die Kammerspiele weiter zur Disposition.“

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