Neubau Tausendfüssler - BBB spricht sich für Troglage und gegen Schnellschüsse aus

Die BBB-Fraktion favorisiert für den anstehenden Neubau der BAB 565 im Bereich zwischen den Anschlussstellen Endenich und Tannenbusch bzw. dem AK Bonn-Nord die weitgehende Tieflage der Autobahn. Gegenüber dem Austausch der heutigen Brückenkonstruktion, im Volksmund Tausendfüßler genannt, hätte die sogenannte Troglage für die Bonner Bevölkerung im Umfeld der stark befahrenen Fernstraße viele Vorteile. 

Dazu sagt BBB-Fraktionsvorsitzender Marcel Schmitt: „Die BAB 565 unter Erdniveau in einem Trog auszuführen, wäre ein Stück Stadtreparatur im besten Sinne. Die in der Vergangenheit durch den Autobahnbau geschlagenen Wunden könnten geheilt und viele Anwohner von den Emission der Autobahn erheblich entlasten werden. Die einmalige Chance, die Teilung des Stadtgebietes zu beenden, darf nicht leichtfertig vertan werden.“

 

Kein Verständnis hat man beim BBB für den jetzt vom Landesbetrieb postulierten Zeitdruck und den angeblich unvorbereitet eingetretenen Notstand, auf den sich die CDU-Ratsfraktion berufen möchte. Bereits im Jahre 2006 hatte die Stadtverwaltung durch die Fa. Schüssler Plan Untersuchungen zum sechsspurigen Ausbau der BAB 565 in Auftrag gegeben. Im Kapitel "Städtebauliche Auswirkungen" der entsprechenden Vorlage (Vgl. DS 0611321) wurden schon damals die Argumente dargelegt, die für eine "Tieflage" sprechen. Auf Antrag der BBB-Fraktion (Vgl. DS 1010555)  beauftragte der Rat dann im Jahr 2010 den OB, in Gesprächen mit den Verkehrsministern von Bund und Land sicherzustellen, dass Planungsmittel für den sechsspurigen Ausbau der BAB 565 bereitgestellt werden und das Vorhaben in die Ausbau- und Finanzierungsprogramme für Bundesfernstraßen aufgenommen wird. Umgesetzt wurde dies von Seiten der Stadtverwaltung scheinbar nur halbherzig oder gar nicht.

 

Schmitt: „Vor sieben Jahren bekam die Verwaltung den Auftrag, das Thema mit dem BMV voranzutreiben und hatte damit genügend Zeit, eine Lösung wie die Troglage zu finden, von der Bonn auch städtebaulich entscheidend profitieren könnte. Eine entsprechende Vorlage kam aber nie. Jetzt nicht mit Schnellschüssen eine städtebauliche Zerschneidung zementieren zu wollen, halten wir für unverantwortlich.“

 

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