Ungewisse Zukunft des Nutzpflanzengartens der Universität Bonn

BBB bedauert ungute Entwicklung

Die BBB-Fraktion hat sich in der Vergangenheit gegen die jetzt in Errichtung befindliche Campusbebauung nicht nur wegen der deutlich überzogenen Baudichte, der Pläne und den künftig absehbaren Verkehrsproblemen in Poppelsdorf ausgesprochen, sondern auch, weil sie um die Zukunft des Nutzpflanzengartens fürchtete. In dem in 2015 verabschiedeten Bebauungsplan wurde weder der zugesagte Bestandsschutz noch die vom Fachinstitut angekündigte Erweiterung der Freiflächen des Nutzpflanzengartens ausreichend berücksichtigt. Die Sorge des BBB scheint sich nun zu bestätigen:

In seinem Schreiben an die Mitglieder des Freundeskreises des Nutzpflanzengartens führt der Direktor der Botanischen Gärten der Universität Bonn, Prof. Dr. Maximilian Weigend, u.a. aus, dass vier Jahre intensivste Bemühungen, Planungen und Vorbereitungen zur Neuanlage des Gartens faktisch umsonst waren. Die bereits eingeholte und bezahlte Entwurfsplanung muss laut Weigend verworfen werden und die Beauftragung einer neuen Planung – die bereits im Detail vorbereitet war – ist bis mindestens Dezember 2016 auf Eis gelegt. An eine sinnvolle Umsetzung der Wiederherstellungsmaßnahmen oder gar einen Ausbau des Nutzpflanzengartens ist laut Prof. Weigand in absehbarer Zeit nicht zu denken. Aus dem Projekt "Essbarer Campus" haben sich die Botanischen Gärten zwischenzeitlich vollständig und unwiderruflich zurückgezogen.

 

Die BBB-Fraktion möchte daher in der nächsten Sitzung des Umweltausschusses am 24. Februar in Erfahrung bringen, welche Position der Oberbürgermeister zur derzeitigen Entwicklung des Nutzpflanzengartens in Folge des Ausbaus des Uni-Campus Poppelsdorf einnimmt und welche Möglichkeiten er sieht, die Neuplanung des Nutzpflanzengartens seitens der Bundesstadt Bonn zu unterstützen.

BBB-Fraktionsvorsitzender Marcel Schmitt: „Wir bedauern die Entwicklung, die jetzt beim Nutzpflanzengarten eingesetzt hat. Der Garten stellte vor seiner Zerschneidung durch die Baustraße und die durch den Rat beschlossene Verkleinerung ein wichtiges Naherholungsgelände dar, indem sich die Bürgerschaft über die Nutzpflanzenvielfalt und deren Bedeutung für die Bevölkerung informieren konnte. Die Erlebbarkeit des Bildungsangebotes war gerade für Schulen mit Blick auf die Vermittlung des Wertes der Biodiversität von besonderem Interesse. Die sich abzeichnende Schließung des Nutzpflanzengartens für längere Zeit, ist aus unserer Sicht nicht hinnehmbar.“

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