Temporäre Alternativen zur Belegung von Sporthallen mit Flüchtlingen

BBB schlägt Bonn-Center, ehemalige iranische und saudische Botschaft vor

Die Nutzung von Sporthallen als Übergangslager sollte nach Meinung der BBB-Fraktion möglichst vermieden werden, weil man dort befürchtet, dass den Bonner Sportvereinen, die sich besonders um die Integration von Flüchtlingen bemühen, im wahrsten Sinne des Wortes der Boden unter den Füßen weggezogen wird. Zudem hält man beim BBB die Bereitstellung von Sporthallen, die der Ausübung des Schulsports dienen, wegen deren Nähe zu den übrigen Schuleinrichtungen und einer möglichen Störung des Schulablaufs für kritisch.

BBB-Stadtverordneter Johannes Schott: „Wenn die Vereine, die auf Hallenplätze angewiesen sind, kein Training mehr durchführen können, wird das zwangsläufig zu massenhaften Austritten, Beitragsverlusten und letztendlich auch zum Verlust von Arbeitsplätzen führen. Mir ist es ein Rätsel, wie Schüler, die Sport-Leistungskurse belegt haben, ihre praktischen Übungsstunden für die Abiturprüfung nachweisen sollen. Zumal niemand voraussagen kann, wann die Sporthallen wieder freigezogen werden können. Solange nicht alle anderen Unterbringungsmöglichkeiten ausgeschöpft sind, lehnen wir eine Belegung von Sporthallen mit Flüchtlingen ab.“

Die BBB-Fraktion schlägt daher vor, erneut die Nutzung des leerstehenden Bonn-Centers zu prüfen. Notfalls könnte dies im Wege der von Herrn Oberbürgermeister Ashok Sridharan nicht mehr ausgeschlossenen Beschlagnahmung erfolgen, wenn eine Einigung mit dem Investor nicht möglich sein sollte. Des Weiteren könnten aus Sicht des BBB auch die verwaisten Gebäude der ehemaligen iranischen sowie der saudischen Botschaft möglicherweise für die Unterbringung von Flüchtlingen genutzt werden. Für die BBB-Fraktion wäre es ein besonders starkes Signal aus der UN-Stadt Bonn, wenn die Verantwortlichen der beiden Länder ihre ehemaligen Landesvertretungen gerade für Menschen mit dem gleichen Glaubensbekenntnis zumindest temporär zur Verfügung stellen würden.

„Landtagsabgeordnete Frau Renate Hendricks sollte sich lieber für die Bereitstellung und Herrichtung von Landes- und Bundesimmobilien in Bonn als Flüchtlingsunterkunft einsetzen, statt dem Oberbürgermeister Vorhaltungen bezüglich der Liste der in naher Zukunft zu belegenden Sporthallen zu machen. Wenn doch, wie Frau Hendricks behauptet, bereits vor mehreren Wochen bekannt war und kommuniziert wurde, dass Bonn seine Quote im Gegensatz zu anderen NRW-Städten erfüllt hat, verstehe ich nicht, warum uns dann weiterhin wochenlang hunderte von Flüchtlingen zugewiesen wurden. Meint Frau Hendricks ernsthaft, drei Wochen „Pause“ würden das Problem mangelnder Unterkünfte in Bonn lösen?“, so Schott weiter.

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