Vorzeitige Verlängerung des Intendantenvertrags

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BBB entschieden gegen Beschlussfassung im Rat am 30. Juni

Nach dem Willen des Oberbürgermeisters und mit Zustimmung der Ratskoalition soll die Verlängerung des Intendantenvertrags mit Herrn Helmich noch vor der Sommerpause im Rat am 30. Juni beschlossen werden, obwohl dessen Kontrakt noch mehr als zwei Jahre läuft und eine Entscheidung nach Abschluss der kommenden Haushaltsberatungen aus Sicht der BBB-Fraktion für alle Beteiligten vollkommen ausgereicht hätte.

Für die BBB-Fraktion kommt - abgesehen von dem Zeitpunkt - eine Vertragsverlängerung mit Herrn Helmich zu den jetzt bekannt gewordenen Konditionen nicht in Frage. Herr Helmich hat nicht annähernd die von ihm bisher erwarteten Einsparungen erzielt. Stattdessen schloss er die Spielzeit 2013/14 mit einem Fehlbetrag von knapp 2,4 Mio. Euro und auch 2014/15 mit einer Unterdeckung von knapp 1 Mio. Euro ab.

Stv. Johannes Schott, kulturpolitischer Sprecher des BBB: „Völlig unverständlich ist mir, wie man sich als Oberbürgermeister bei Vertragsverhandlungen von Herrn Helmich und im Übrigen auch von Herrn Kaftan so unter Druck setzen, ja fast schon erpressen lassen kann. Eine Budgetüberschreitung von fast 3,4 Mio. Euro in zwei Spielzeiten ist für uns keine Basis, auf der Herr Helmich eine vorzeitige Vertragsverlängerung fordern kann.“

Die Absicht des Oberbürgermeisters auf sage und schreibe 8,5 Mio. Euro Einsparungen bis 2023 verzichten zu wollen, ist für BBB-Fraktion angesichts des Haushaltssicherungskonzeptes unverantwortbar.

Schott: „Der Vorschlag des OB, den Kulturbereich ohne Rücksicht auf die Schulden der Stadt auch die nächsten Jahre weiter fürstlich zu alimentieren, schlägt dem Fass den Boden aus. Statt nennenswerte Sparbeitrage einzufordern, reiht sich Ashok-Alexander Sridharan mit seiner Vorlage in die Riege der Schuldenmacher von CDU, Grünen und der FDP ein. Einen Gutachter für 250.000 Euro damit zu beauftragen, Einsparpotentiale im Theater Bonn zu suchen, die die bisherige Qualität und Quantität des Angebots von Helmich aber nicht berührt dürfen, kommt aus unserer Sicht im Übrigen einer Geldverbrennung gleich. Wenn nun tatsächlich vor der Sommerpause der Intendantenvertrag vom Stadtrat so gebilligt wird, können wir uns die Haushaltsberatungen gleich sparen“.

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