Zustände auf dem Mittelbahnsteig des Bonner Hauptbahnhofs - BBB verwundert über Zurückhaltung des VCD Bonn/Rhein-Sieg

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Die BBB-Fraktion hatte aufgrund der unzumutbaren und teils gefährlichen Zustände im letzten Planungsausschuss beantragt, den OB als auch den für den Schienenpersonennahverkehr zuständigen Aufgabenträger, den Nahverkehr Rheinland (NVR), anzuhalten, die Deutsche Bahn AG (DB AG) aufzufordern, den unhaltbaren Zustand am Bonner Hauptbahnhof durch die Ergreifung geeigneter Maßnahmen zu beseitigen. Nachdem eine inhaltliche Stellungnahme der Verwaltung fehlte und der vom Bonner Rat als Vertreter in den Nahverkehr Rheinland entsandte Rolf Beu (Bündnis90/Grüne) unbekümmert erklärte, dass die derzeit in Bonn herrschende drangvolle Enge bundesweit nicht unüblich und daher durchaus als hinnehmbar anzusehen sei, beschloss der Planungsausschuss lediglich, dass sich der OB mit der Bitte, das Tempo der den Bahnhof durchfahrenden Güterzüge zu reduzieren, an die DB AG wenden solle.

BBB-Fraktionsvorsitzender Marcel Schmitt: „Dass nun ausgerechnet Wolfgang Groß, der sich ansonsten als Vorsitzender des VCD Bonn/Rhein-Sieg immer vehement für die Belange der Bahnreisenden einsetzt, die Augen vor dem teils gefährlichen Gedrängel auf der Treppe, die zu den Bahnsteigen 2 und 3 führt, die Augen verschließt, kann ich nicht nachvollziehen. Wir begrüßen zwar, dass die DB AG auf unseren Vorschlag hin aufgefordert werden soll, das Tempo der Güterzüge im Bahnhofsbereich zu reduzieren, aber dies allein reicht nicht aus, um die Situation zu entschärfen. Für den BBB macht es keinen Unterschied, ob Menschen durch vorbeifahrende Züge oder unzumutbares Menschengedränge auf einer Treppe zu Schaden kommen.

„Für die Aussage des EBA, man sähe keinen Grund für eine Absenkung der Geschwindigkeit durchfahrender Züge, die bis zu 100 Stundenkilometer schnell sein, habe ich überhaupt kein Verständnis. Es stellt sich doch auch keiner freiwillig auf den Standstreifen der Autobahn, wenn er auf den Pannendienst warten muss“, so Schmitt weiter.

Die BBB-Fraktion erwartet mit Spannung das Ergebnis der Ankündigung des Eisenbahn-Bundesamtes (EBA), die Situation im Hauptbahnhof noch einmal näher betrachten zu wollen.

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