Haus Muffendorfer Straße 18 wird abgebrochen - Antrag des BBB zum Erhalt der Gründerzeitvilla scheitert

Das Gebäude auf dem Grundstück „Muffendorfer Straße 18“ soll schon bald der Abrissbirne zum Opfer fallen. Ein Antrag der BBB-Fraktion (Vgl. städt. Drucksache 1810840), den Abbruch des Gründerzeitbaus über eine denkmalrechtliche Unterschutzstellung zu verhindern, lehnte die Bezirksvertretung Bad Godesberg kürzlich ab.

 

Dazu sagt BBB-Fraktionsvorsitzender Marcel Schmitt: „Die von CDU, SPD, FDP und Grünen geteilte Meinung der Stadtverwaltung, nach der das Haus aufgrund fehlender städtebaulicher Zusammenhänge und durchschnittlicher historischer Ausstattung nicht denkmalwert sei, wird von uns nicht geteilt. Die schöne Villa wurde in einem einst vom Verkehrslärm heutiger Tage völlig unberührten Bereich im Übergang zwischen der aufstrebenden Kurstadt Godesberg und dem dörflich geprägten Muffendorf gebaut. Sie steht mit dem Haus auf dem Grundstück Muffendorfer Straße 14 exemplarisch für die gründerzeitliche Entwicklung Godesbergs im Grenzbereich zur Gemarkung Muffendorf.“ 

 

Anstelle der alten Villa plant ein Investor den Bau einer Geschosswohnanlage mit 8 Wohneinheiten mit einer Gesamtwohnfläche von über 1000 m². Für den Komplex mit Tiefgarage soll fast das ganze Grundstück über- und unterbaut werden.

 

Schmitt: „Statt einem ausgewogenen Wohnungsmix wird mit freundlicher Genehmigung der Politik hier wieder nur hochpreisiger Wohnraum errichtet, den sich kein Normalverdiener zur Miete leisten, geschweige denn kaufen kann. Wie unwichtig der Stadt Bonn das Thema Nachhaltigkeit in Zeiten des Klimawandels - trotz aller Lippenbekenntnisse - tatsächlich ist, zeigt sich hier daran, dass das Grundstück nach Abriss und Rodung der Flora fast gänzlich über- bzw. unterbaut werden soll. Jeder ausgewachsene Baum der gefällt wird, kann im Sommer keinen Schatten mehr spenden und kein CO2 binden. Jede versiegelte Grünfläche kann nicht mehr als Kaltluftbildungs- oder Regenversickerungsfläche dienen. Von derlei Überlegungen zur Nachhaltigkeit, die der OB zwar in Montreal vorträgt, aber in Bonn nicht umsetzt, unbehelligt, bleibt Bonn für die Betongoldbranche weiter ein höchst rentables Pflaster.“

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