Abstimmung zum Zentralbad - Dünnhäutige Ratskoalition übt Journalistenschelte und will Presse Vorschriften machen

In der Auseinandersetzung um die Abstimmung zum Zentralbad reagiert man bei CDU, Grünen und FDP zunehmend gereizt. Wurden bislang nur die Gegner des neuen Spaßbades mit teils haltlosen Unterstellungen und diversen Schmähungen überzogen, hat es jetzt auch den Bonner General-Anzeiger (GA) getroffen. Dieser hatte es gewagt, letzte Woche darüber zu berichten (http://www.general-anzeiger-bonn.de/bonn/stadt-bonn/So-lange-brauchen-Bonner-Sch%C3%BCler-zu-den-Schwimmb%C3%A4dern-article3903953.html), dass viele Schulen, die bei einem Bau des Zentralbades künftig nach Dottendorf zum Schwimmunterricht fahren müssten, im Vergleich zu heute dort nur verkürzte Schwimmzeiten anbieten werden können. Die Vertreter der Jamaika-Koalition unterstellen nun dem GA, er vermittle mit seiner Darstellung ein falsches Bild in der Öffentlichkeit und fordern mit gestriger Erklärung von der Zeitung eine Richtigstellung, die auf ihrer Parteilinie liegt.  Der Versuch, ungeniert die öffentliche Berichterstattung zum Zentralbad manipulieren zu wollen, zeugt für den BBB von einem bedenklichen Demokratieverständnis auf Seiten von CDU, FDP und Grünen.

Dazu sagt BBB-Fraktionsvorsitzender Marcel Schmitt: „Den Vertretern der Bonner Karibik-Koalition ist scheinbar die momentane Hitze zu Kopf gestiegen. Der GA hat richtigerweise dargestellt, dass bei einem Besuch des Zentralbades - bedingt durch die längeren Fahrtwege hin und zurück – viele unserer Schulkinder weniger Unterrichtszeit im Wasser haben würden, als bisher. Wer für jeden offen erkennbare Fakten ableugnet und dann auch noch von der Presse verlangt, einseitig zu berichten, disqualifiziert sich selbst.“

 

Zuletzt ist ein erheblicher Teil des Schulschwimmens buchstäblich ins Wasser gefallen. Wie viele von den eigentlich stadtweit zu gebenden 111 Unterrichtsstunden pro Tag im letzten Halbjahr ausfielen, will die Stadt zwar nicht sagen, räumt aber ein, dass stadtweit jede vierte Schule gar keinen Schwimmunterricht anbieten konnte. In Bad Godesberg war das Verhältnis im abgelaufenen Schulhalbjahr sogar noch viel krasser. Weil nach Schließung des Kurfürstenbades und Ausfall des Lehrschwimmbeckens im Konrad-Adenauer-Gymnasium im Stadtbezirk kaum noch Wasserfläche zur Verfügung stand, fielen rund 75 % aller Schwimmstunden in der Badestadt aus. Unter anderem deshalb, weil die benötigte Wege- zur Unterrichtszeit zu Ersatzbädern im Stadtbezirk Bonn in keinem Verhältnis mehr stand.

 

Schmitt: “Dass Oberbürgermeister Sridharan (CDU) sein groß angekündigtes Schulschwimmkonzept seit über einem Jahr nicht vorgelegt hat und es auch vor Ende des Bürgerentscheides absichtlich nicht mehr vorlegen wird, bestätigt für uns, dass beim Zentralbad mit weitaus längeren Wegezeiten zu rechnen sein wird. Schwimmunterricht sollte für unsere Kinder aber nicht im Bus oder wartend vor der Schranke, sondern im Wasserbecken stattfinden.“

 

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