Lehrschwimmbecken im Konrad-Adenauer Gymnasium (KAG) - Schüler, Eltern und Lehrer wurden offensichtlich getäuscht

Die bisherigen Aussagen der Verwaltung zum defekten Lehrschwimmbecken im KAG, nach denen dort unmittelbar nach dem Schadensereignis eine Reparatur in die Wege geleitet wurde, aber leider für die vorhandene Filteranlage keine Ersatzteile mehr lieferbar wären, sind unzutreffend. Nicht einmal 14 Tage nach Eintritt des Filterschadens lag dem städtischen Gebäudemanagements (SGB) schon ein Angebot zur kurzfristigen Lieferung eines Ersatzfilters vor. Trotzdem wurde der leicht mögliche Tausch des abgängigen Filters nicht beauftragt. Stattdessen hat das SGB ein Ingenieurbüro mit der Erstellung eines umfangreichen Gutachtens beauftragt, das im Wesentlichen nur die bereits bekannte Tatsache bestätigt hat, dass das aus dem Jahre 1963 stammende Lehrschwimmbecken mit Technikstandards arbeitet, die zwar aus heutiger Sicht als überholt anzusehen sind, aber im Rahmen des Bestandsschutzes für den Betrieb noch völlig genügen dürften. Begründet hat die Betriebsleitung ihre Handlungsweise mit dem fadenscheinigen Argument, mit der vorhandenen Anlage seien die Hygienegrenzwerte bisher zwar immer eingehalten worden, aber eine Komplettsanierung sei aus ihrer Sicht notwendig.

Dazu sagt BBB-Fraktionsvorsitzender Marcel Schmitt: „Die Verwaltung hat die Öffentlichkeit mit der Behauptung, es gäbe keine Ersatzteile für die Filteranlage an der Nase herumgeführt. Tatsächlich kann der Hersteller für die aus mehreren Filterkesseln bestehende Anlage einen kompatiblen Ersatzfilter liefern. Das ist ein Affront gegen die Schüler, Eltern und Lehrer der zehn betroffenen Schulen sowie der Vereine, die das Schwimmbad des KAG nutzen. Wäre die mögliche Instandsetzung sofort umgesetzt worden, hätte das Schul- und Vereinsschwimmen im KAG spätestens im März wieder stattfinden können, und dies vermutlich auch aufgrund des neuen Filters mit weitaus besseren Hygienewerten als vorher und in anderen Bonner Schwimmbädern. Dass sich manche jetzt fragen werden, ob mit dem unterlassenen Ersatz der Filteranlage und dem einhergehenden Ausfall des Bades im Vorfeld des Bürgerentscheids zum Zentralbad Druck aufgebaut werden sollte, kann man verstehen.“

 

Auf die Frage, in welchen anderen Bonner Bädern ebenfalls mit einer nicht mehr aktuellen Technik noch gearbeitet wird und warum nach dem Aus für das Kurfürstenbad ausgerechnet im KAG zum jetzigen Zeitpunkt eine komplett neue Beckenhydraulik verbaut werden soll, gab die Verwaltung gestern Abend in der Sitzung des Betriebsausschusses keine Antwort. 

 

Mit Blick auf die in Kürze stattfindende Beratung und Beschlussfassung zu den vom Oberbürgermeister vorgeschlagenen Eckpunkten eines künftigen Bäderkonzepts wird sich die BBB-Fraktion dafür aussprechen, die unverzügliche Reparatur der Filteranlage zu beauftragen und über eine min. 12 Monate dauernde Sanierung, in der das Bad im KAG komplett geschlossen werden muss, im Zusammenhang mit den Überlegungen für eine neue Schwimmhalle in und für Bad Godesberg zu entscheiden.

 

Schmitt: „Der sicher mittelfristig anzustrebende Umbau zur Verbesserung der Beckenhydraulik sollte mit Blick auf das Schulschwimmen möglichst erst dann durchgeführt werden, wenn die Bad Godesberger ein saniertes Kurfürstenbad oder ein neues Hallenbad haben. Unverständlich ist für uns, warum die anstehende Umrüstung nicht bereits in 2015, als im Schwimmbad des KAG der Hubboden, Duschen und Toiletten erneuert wurden, durchgeführt wurde. Vor 3 Jahren war die Beckendurchströmung und die Filtertechnik auch schon veraltet.“ 

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