Migration und Integration - OB nennt irreführende Schülerzahlen

Bei der aktuellen Diskussion zu Migration und Integration fällt Oberbürgermeister Sridharan mit der Bekanntgabe von selektierten statistischen Daten auf, die die Realität an den Bonner Schulen nicht annähernd abbilden. Statt den für Bonn gültigen Anteil von Schülern mit Zuwanderungsgeschichte zu nennen, weist Sridharan als neuer Leiter der Regierungskommission zur Integration lieber auf einen knapp 6-prozentigen Anteil von Grundschulkinder in Bonn hin, die der sogenannten Erstförderung zum Erwerb der deutschen Sprache bedürfen.

 

Dazu sagt BBB-Fraktionsvorsitzender Marcel Schmitt: „Die Aussage des OB, nach der der Anteil der Kinder mit Migrationshintergrund an Bonner Grundschulen überschaubar sei, ist irreführend. In der im August 2018 veröffentlichten Statistik* des Landesbetriebes IT-NRW wird der Anteil von Schüler/-innen mit Zuwanderungsgeschichte an den Bonner Schulen mit 41,7% angegeben. Für unsere Grundschulen liegt der Wert gar bei 52,1%. In einer Zeit, in der viel über den manipulativen Einsatz von Information gesprochen wird, erweist Herr Sridharan mit seiner arg verkürzten Darstellung der Diskussion um Integration einen Bärendienst. Es nutzt zudem keinem, die existierenden Probleme in unseren Schulen schönzureden.“

 

Bedenklich findet man beim BBB auch die undifferenzierte Diskussion zu „Frauenschwimmen“ und „Muslimaschwimmen“. Ein städtischerseits öffentlich angebotenes „Schwimmen nur für Frauen“ hätte eine ganz andere Qualität als das bislang nur von einschlägigen muslimischen Vereinen angebotene Schwimmen hinter Vorhängen, das von anderen Frauen grundsätzlich nur nach vorheriger Anmeldung besucht werden kann.

 

„Der BBB lehnt jede Form geschlechtergetrennten Schwimmens aus rein religiösen Beweggründen ab, da dies aus unserer Sicht den kulturellen Grundwerten unserer Gesellschaft widerspricht und insbesondere der Integration nicht förderlich ist. Eine Unterstützung von Parallel- oder gar Konträrgesellschaften über städtische Schwimmangebote sollte in der Bundesstadt Bonn nicht stattfinden“, so Schmitt weiter.

* https://www.it.nrw/sites/default/files/atoms/files/228_18.pdf

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