Ratsmehrheit lehnt Moratorium für Beethovenhalle ab - BBB: Entscheidung des Jamaika-Bündnisses ist unverantwortlich

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In der gestrigen Sitzung des Rates lehnte die Mehrheit von CDU, Grünen und FDP den Antrag der BBB-Ratsfraktion (Vgl. DS 1910920) ab, die Instandsetzung der Beethovenhalle in ihrer jetzigen Form zu stoppen und nach Ermittlung des tatsächlichen Baufortschritts und Stand der Auftragsvergaben in einer Sondersitzung über einen deutlich abgespeckten Weiterbau zu entscheiden. Zuvor wiesen die Vertreter der Ratskoalition wortreich die Schuld an den Millionen-Desaster weit von sich. Nicht die am 10. Dezember 2015 von CDU, FDP und Grünen getroffene Entscheidung für eine Luxussanierung der Beethovenhalle soll ausschlaggebend für die desaströse Entwicklung sein, sondern die mangelnde Planung und Führung der Baumaßnahme.

Dazu sagt BBB-Fraktionsvorsitzender Marcel Schmitt: „Das Stück, was gestern von CDU, FDP und Grünen im Rat aufgeführt wurde, nennt man Organisierte Verantwortungslosigkeit. Keiner will es gewesen sein. Statt die selbst verursachte Misere einzugestehen, will sich die Ratsmehrheit mit fadenscheinigen Ausreden aus der Verantwortung stehlen. Für manche im Rat scheint ´Verantwortung übernehmen‘ zu bedeuten, dass man den Bock, den man geschossen hat, anderen als Bären aufbindet.“

 

Dass die Koalitionäre zu einem Moratorium nicht bereit waren und eine abgespeckte Sanierungsvariante verwarfen, ist für den BBB nur noch verantwortungslos.

 

Schmitt: “Das Festhalten an der Luxussanierung zeigt, wie gleichgültig man bei der Koalition mit dem Geld der Steuerzahler umgeht. Die Beethovenhalle wird absehbar ein Fass ohne Boden bleiben. Und alles nur, weil CDU, Grüne und FDP - wider jeglicher Vernunft handelnd - mit ihrem Prestigeprojekt Beethovenhalle mit dem Kopf durch die Wand wollten und immer noch wollen.“

 

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