VEBOWAG plant Randbebauung am Melbbad - BBB sieht Planung mit Skepsis

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In der Sitzung des Unterausschusses Bauplanung informierte die Verwaltung vorgestern über den Eingang (März 2019) einer Bauvoranfrage der VEBOWAG. Die fast in städtischem Alleineigentum stehende Wohnungsbaugesellschaft plant, das zur Trierer Straße (59) gelegene Grundstück am Melbbad neu zu bebauen.

Der zum Ersatz der vorhandenen Bestandsbebauung des Schwimmbades geplante riegelartige Baukomplex, soll ca. 120 Meter lang und mit bis zu sechs Geschossen in der Spitze 20 Meter hoch werden. Geschaffen werden sollen rd. 100 Wohneinheiten mit vorwiegend kleinen Flächenzuschnitten. Vorgesehen sind dabei hauptsächlich Apartments mit 25 und 50 qm, zum Teil auch 75 qm Grundfläche. Weil die BBB-Fraktion die Entwicklung u.a. mit Blick auf die Zukunft des Schwimmbetriebes im Melbbad und den klimatischen Effekt einer Riegelbebauung im Melbtal mit Sorge sieht, beantragte sie in der Sitzung, den Tagesordnungspunkt zu vertagen und den Vorgang zunächst im Sportausschuss, der Bezirksvertretung Bonn und im Umweltausschuss zu beraten. Dies lehnte eine Mehrheit aus Vertretern der CDU und SPD ab.

 

BBB-Fraktionsvorsitzender Marcel Schmitt: „Wir befürchten, dass eine Bebauung an der Stelle die örtlich wirkenden Luftströme vom Melbtal beeinträchtigen und die an das Schwimmbad heranrückende Bebauung eine Gefahr für den dortigen Betrieb darstellen könnte. Würde sich auch nur ein Mieter nach Realisierung des Bauprojektes vom Trubel des Schwimmbetriebes gestört fühlen, könnte er dagegen gerichtlich vorgehen. Dieses Recht eines Jeden kann durch nichts, auch nicht durch entsprechende Formulierungen in den Mietverträgen, ausgehebelt werden.“

 

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