Wechsel an der Spitze der BTHVN-Gesellschaft - BBB fragt: Liegt es an der Person oder an einer „managerlastigen“ Personalauswahl?

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Schon früh hatte Christian Lorenz zu verstehen gegeben, dass seine Stärken eher organisatorischer denn künstlerischer Natur sind. So z.B. in einem Zeitungsinterview vom 18. Januar 2017, in dem über seine Manager-Qualitäten als Direktor der Orchesterakademie des Schleswig-Holstein Musik Festivals und die von ihm maßgeblich geprägte inhaltlich-strukturelle Neuausrichtung der Internationalen Bachakademie Stuttgart berichtet wurde.

Johannes Schott, BBB-Stadtverordneter und kulturpolitischer Sprecher: „Gesucht wurde für das Beethoven-Jubiläum 2020 aber ein künstlerischer Leiter und eben kein Organisator oder neudeutsch ausgedrückt Manager. Da müssen sich die Verantwortlichen bei der Beethoven-Jubiläums-Gesellschaft mbH die Frage gefallen lassen, ob hier weniger die Qualitäten von Herrn Lorenz sondern vielmehr ihre Personalauswahl so kurz vor dem Jubiläum Ursache für den Wechsel der künstlerischen Leitung ist.“

Verantwortlich für die Bestellung von Herrn Lorenz waren die von den Gesellschaftern der Beethoven-Jubiläums-Gesellschaft mbH entsandten Vertreter von Bund, Land und den beteiligten Kommunen, also auch der Bonner Oberbürgermeister Ashok-Alexander Sridharan.

„Nun bleibt nur zu hoffen, dass Herr Malte Boecker, Direktor des Beethoven-Hauses Bonn ein glücklicheres Händchen im Hinblick auf die künstlerische Gestaltung des Beethoven-Jubiläums beweist. Wir erwarten aber vom Oberbürgermeister in Kürze eine klare Aussage dazu, was sich hinsichtlich der künstlerischen Vorbereitung bis zum Auftakt des Festjahres ändern soll. Denn eines dürfte allen Beteiligten klar sein: Nach der Blamage mit der Sanierung der Beethovenhalle wird es bei Scheitern des künstlerischen Programms überall heißen `Die Bonner kriegen nichts auf die Reihe´“, so Schott.

 

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