Veräußerung der Stadtwerke-Anteile an der Energie-Versorgungsgesellschaft Sankt Augustin (EVG) - BBB: Verkauf nach Motto „Angst essen Seele“

Die BBB-Fraktion hat dem Verkauf der EVG-Anteile der Stadtwerke-Beteiligungsgesellschaft (SWBB) an die Kölner Rheinenergie AG nicht zugestimmt. Die Befürchtung, nach der ein Behalt der Anteile und der Aufbau einer Stadtwerksgesellschaft für Sankt Augustin für die SWB zu teuer wäre oder von der RheinEnergie aus Verärgerung zum Anlass genommen würde, den Bonner Stadtwerken auf deren Heimatmarkt verstärkt Konkurrenz zu machen, teilt man beim BBB nicht.

Dazu sagt BBB-Fraktionsvorsitzender Marcel Schmitt: „Wir hätten es vorgezogen, gemeinsam mit unseren Partnern in Sankt Augustin dort ein regionalverbundenes Stadtwerk aufzubauen, das auf lange Sicht sicher gute Erträge erwirtschaftet hätte. Stattdessen sollen aus Furcht vor Wettbewerb die bedeutsamen Anteile an einen Mitbewerber veräußert werden. Das Motto des Energiedeals auf Seiten der Bonner Verantwortlichen lässt sich mit dem Titel `Angst essen Seele auf´ gut umschreiben.“

Den hasenfüßigen Verkauf ohne Bedingungen kann der BBB mit Blick auf die Beteiligung von Rheinenergie AG und des Rhein-Sieg-Kreises an der Bonner Energiegesellschaft EnW aber auch aus strategischen Gründen nicht nachvollziehen.

Schmitt: „Statt den Verkauf als Hebel für eine Rückübertragung der einstmals an der EnW ausgegebenen Anteile zu nutzen, wird diese Chance vertan. Die Rheinenergie AG hält bereits seit Jahren 13,71 % der Anteile an der EnW im Wert von 10,325 Mio. Euro. Würde die Rheinenergie in Höhe des Kaufpreises für die EVG im Gegenzug Anteile an der EnW an die Stadt zurückübereignen, hätte dies allein bezogen auf das Jahr 2017 zusätzliche Gewinnausschüttungen für die Stadt Bonn in Höhe von knapp 1,6 Mio. bedeutet. Noch deutlicher sähe die Bilanz bei Rückgabe der Anteile des Rhein-Sieg-Kreises (RSK) an der Beteiligungsgesellschaft Bonn/Rhein-Sieg (BRS) in Höhe von 41,53 % mit einem Stammkapital von lediglich 200.000 Euro an die Stadt aus. Alleine 2017 entfielen auf den RSK über seine Anteile an der BRS (66,68 %) satte 8,1 Mio. Euro überwiegend aufgrund der von der EnW an die SWBB ausgeschütteten Gewinne.“

 

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