Zukunft Klärschlammentsorgung - BBB begrüßt Sondersitzung des Rates

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Zur Frage, wie nach der Verschärfung der Vorschriften für die Behandlung von Klärschlamm die Entsorgung der Rückstände aus den Bonner Kläranlagen erfolgen soll, wird es am 24. Juni 2019 eine Sondersitzung des Rates geben. Die Sitzung hat Oberbürgermeister Sridharan als Reaktion auf den jüngst im Rat eingebrachten Antrag des BBB zur Entsorgung von Klärschlamm (Vgl. Anlage DS 1811289NV34) anberaumt. Zur Auswahl werden wohl die im Mai 2018 erstmals im Umweltausschuss beratenen vier Szenarien stehen: Die Modernisierung der bestehenden Anlage für 8.000 Tonnen Klärschlamm bzw. ein Neubau am heutigen Standort (Salierweg), die Errichtung einer neuen Großanlage für 35.000 Tonnen neben der Müllverbrennungsanlage (MVA) in Endenich oder der Beitritt Bonns zu einer Kooperation mit den Entsorgungsbetrieben aus Köln, dem Erftkreis und dem Rhein-Rur-Verband, die in Düren oder einem anderen geeigneten Standort einen gemeinsamen Schlammofen bauen und betreiben wollen.

Dazu sagt BBB-Fraktionsvorsitzender Marcel Schmitt: „Nachdem wir in den letzten zwölf Monaten mehrmals ergebnislos versucht haben, den Rat endlich zu einer Entscheidung in der für Bonn so wichtigen Frage zu bewegen, hoffen wir, dass nicht länger versucht wird, die Sache weiter auszusitzen. Beraten worden ist lange genug. Wir müssen jetzt endlich zu einem Ergebnis kommen.“

Die BBB-Fraktion spricht sich aus ökologischen wie stadtklimatischen Erwägungen für die Kooperation mit den Entsorgungsbetrieben aus Köln, dem Erftkreis und dem Rhein-Rur-Verband aus. Von der Kooperationslösung verspricht man sich beim BBB im Gegensatz zur SWB-Betrauung zudem eine dauerhaft stabile Gebührenentwicklung auf niedrigem Niveau.

Zur Variante, einen Ofen neben der MVA zu errichten und dort zusätzlich zu den in Bonn anfallenden 8.000 Tonnen noch weitere 27.000 Tonnen Fäkalreste aus der Region zu verbrennen, sagt Schmitt: „Wir wollen keinen Klärschlammtourismus und sind nicht bereit, dem Stadtwerkekonzern auf Kosten der ohnehin durch häufige Inversionslagen stark belasteten Luftreinheit in Bonn zusätzlichen Gewinn in Millionenhöhe zu verschaffen. Das lehnen wir strikt ab. Für uns zählt die Gesundheit der Bonner mehr als das wirtschaftliche Interesse der Stadtwerke.“

 

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