Bus- und Bahnfahren soll in 2020/21 teurer werden - BBB: Tarifanhebung ist falsches Signal. Preistreiberei des VRS stoppen!

Nachdem der Verkehrsverbund Rhein-Sieg (VRS) bereits zu Beginn des Jahres 2019 die Preise um 3,5 % erhöht hat und damit die Kosten für Einzeltickets in neue Rekordhöhen gestiegen sind, stehen im Nahverkehr die nächsten Preisanstiege vor der Tür. Geht es nach dem einstimmigen Beschluss des Tarifbeirates des VRS sollen Dauerkarteninhaber in den nächsten beiden Jahren jeweils rund 2,8 Prozent mehr zahlen. Über die empfohlene Preissteigerung wird die Verbandversammlung des VRS in ihrer Sitzung am 28. Juni 2019 entscheiden.

Dazu sagt BBB-Fraktionsvorsitzender Marcel Schmitt: „Die von ständigen Verspätungen und häufigen Kursausfällen geplagten Abo-Kunden mit der nächsten Preisrunde zu schröpfen, ist das völlig falsche Signal. So wird die Verkehrswende nicht gelingen. Es steht vielmehr zu befürchten, dass angesichts der regelmäßig auftretenden Mängel im Nahverkehr und der Preistreiberei des VRS Kunden vergrault werden und wieder aufs Auto umsteigen. Wir fordern die Verbandversammlung des VRS auf, die geplante Erhöhung der Ticketpreise nicht zu beschließen.“

Im Zusammenhang mit den Aussagen von VRS-Geschäftsführer Michael Vogel*, wonach man nicht gleichzeitig den jahrelangen Investitionsstau bei der Infrastruktur und den Betriebsmitteln beheben, viel Geld in neue Antriebsformen wie Elektrobusse investieren und gleichzeitig Nullrunden bei den Tarifen fordern könne, erinnert die BBB-Fraktion daran, dass die Verkehrsbetriebe ihre Fahrscheinpreise in den letzten 10 Jahren schon um durchschnittlich 2,7% pro Jahr erhöht haben und damit weit über der Steigerung der Einkommen ihrer Kunden lagen. Von Anfang 2012 bis Ende 2016 schlugen sie z. B. 16,5% auf die Fahrpreise drauf, während sich das durchschnittliche Einkommen in Bonn in diesem Zeitraum nur um 5,4% erhöhte.

Schmitt: „Offenbar haben die Verantwortlichen im VRS jeglichen Bezug zur Einkommensrealität ihrer Kunden verloren. Wir fragen uns angesichts des vorgetragenen Investitionsstaus, wo eigentlich das ganze Geld aus den Preisrunden der letzten Jahre geblieben ist.“

*(Quelle: Kölner Stadtanzeiger v. 06.06.2019)

 

 

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