Information Bauprojekt R(H)EINWOHNEN in Beuel - BBB kritisiert chaotischen Ablauf der Bürgerinformation

Sowohl Organisation als auch Ablauf der gestern im Beueler Rathaus abgehaltenen Beteiligungsveranstaltung zur geplanten Bebauung eines Gärtnereigeländes neben den T-Mobilbauten am Landgrabenweg trifft beim BBB auf deutliche Kritik.

Statt zu einem festgelegten Zeitpunkt die Planung vor Plenum vorzustellen und sich anschließend im Diskurs den Fragen und Anregungen der Bürger zu stellen, versuchte die Stadtverwaltung auch gestern wieder ihr seit ca. zwei Jahren verfolgtes Konzept der Vereinzelung von Information umzusetzen. Das mit der Zerteilung der Teilnehmer in kleine Gruppen erkennbar verfolgte Ziel, möglichen Protest gegen das Vorhaben klein zu halten, ging gestern aber erneut nicht auf.

Nach teils heftigen Beschwerden musste die verantwortliche Verwaltungsmitarbeiterin mit dem Publikum von Stand zu Stand ziehen und dort an Themen-Stellwänden mit den vom Investor abgestellten „Fachleuten“ Rede und Antwort stehen. Weil die Verwaltung erst keine Mikrofonanlage beschafft hatte, konnten viele der rund 80 Teilnehmer von den Ausführungen aber gar nichts hören, geschweige denn mitdiskutieren.

Dass der Klimagutachter des Bauherren noch nichts von der in 2018 im Rahmen des Zures-Projektes (Vgl. DS 1811416) vorgestellten Klimaanalysekarte der Stadt Bonn gehört hatte und als er diese vorgehalten bekam, auch noch die Chuzpe besaß, diese als fehlerhaft zu bezeichnen, spricht aus Sicht des BBB Bände über dessen abwegige Aussage, nach der von der geplanten Wohnbebauung keine negativen Einflüsse auf die Wohnbebauung im gesamten Umfeld zu erwarten sei.

Dazu sagt BBB-Fraktionsvorsitzender Marcel Schmitt: „Der Ablauf der Bürgerinfo war chaotisch und kam zeitweise einer Farce gleich. Eine faire Beteiligungsveranstaltung sieht anders aus. Unverschämt wurde es gar, als das Gutachten des Deutschen Wetterdienstes von 2001, das für den Bereich zum eindeutigen Ergebnis kam, dass aus stadtklimatischer Sicht auf eine Bebauung unbedingt zu verzichten ist, von Verwaltung und Klima-Fachmann des Investors in Zweifel gezogen wurde.“

Die BBB-Fraktion lehnt die Bebauung in der geplanten massiven Form weiterhin ab, weil sie das Vorhaben für klimatisch nicht vertretbar hält und die angestrebte Bauverdichtung mit bis zu 250 Wohneinheiten sowie vielen Büroarbeitsplätzen im Umfeld zu einer erheblichen Verkehrszunahme führen wird. Zudem erinnert der BBB daran, dass laut Satzungsbeschluss zum derzeit geltenden Bebauungsplan für das Gebiet die Festsetzungen zum Gelände der Gärtnerei als „Landwirtschaftliche Fläche“ als Ausgleich für den massiven Eingriff im Bereich der T-Mobile dienen.

Schmitt: „Wir fragen uns, wo der wegfallende aber weiter zu erbringende Ausgleich für den bestehenden T-Mobilbau und der gleichzeitig notwendig werdende Ausgleich für die jetzt beabsichtigte Bodenversiegelung und Baumasse nach Bebauung des Gärtnereigeländes wirksam erbracht werden soll.“

 

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