Rahmenplanung im ehemaligen Bundesviertel BBB: Grenzen des Wachstums erreicht

 

BBB sieht Bau von 12 Hochhäusern und vorgeschlagene Verdichtung kritisch 

Die BBB-Fraktion sieht die jetzt von OB Ashok-Alexander Sridharan vorgelegte Rahmenplanung (Drucksache 1912597) für das Regierungsviertel kritisch. Denn mit Neubauten, darunter allein 12 Hochhäuser, und weiteren baulichen Verdichtungen sollen dort zu den 45.000 bereits vorhandenen weitere 16.400 Arbeitsplätze hinzukommen. Das ist eine Steigerung um mehr als ein Drittel.

BBB-Fraktionsvorsitzender Marcel Schmitt: „Eine solche zusätzliche Konzentration von Arbeitsplätzen ist in diesem Bereich verkehrlich nicht zu verkraften. Die 16.400 zusätzlichen Mitarbeiter werden nicht mit E-Scootern von zu Hause zur Arbeit kommen. Sowohl auf der Reuterstraße wie auf der Zu- und Abfahrt der Südbrücke wird sich zwangsläufig der Rückstau in den Verkehrsspitzen weiter erhöhen.“ 

Hinzu kommt, dass auch die Zahl der Einwohner im Regierungsviertel von 4.000 auf 11.000 sogar fast verdreifacht werden soll. Da niemand sicherstellen kann, dass die im Regierungsviertel erwarteten 7.000 neuen Einwohner auch ihren Arbeitsplatz im Regierungsviertel haben werden, wird auch dadurch zusätzlicher Verkehr entstehen. Die vorgelegten Ansätze zur Bewältigung des zusätzlichen Verkehrsaufkommens (eine „Umstiegskultur“ zu einem veränderten Mobilitätsverhalten, von dem keiner weiß, wann das erreicht sein wird) sind dem BBB viel zu vage. 

 Völlig inakzeptabel ist für den BBB aber, dass keine Aussagen zu den ökologischen und klimatischen Folgen der Rahmenplanung gemacht werden: Denn mit den 12 zusätzlichen Hochhäusern wird der zur Durchlüftung dringend benötigte Luftstrom im engen Rheintal unterbrochen, mit weiteren Bodenversiegelungen und baulichen Verdichtungen werden die Temperaturen im Regierungsviertel weiter aufgeheizt. 

 Marcel Schmitt:Damit leistet Bonn einen eigenen Beitrag zum Klimanotstand. Dadurch wird auch das Wohlbefinden und die Wohnqualität außerhalb der sicher klimatisierten neuen Bürobauten beeinträchtigt. Für den BBB ist die Zeit gekommen, über die Grenzen des Wachstums in der Bundesstadt Bonn ernsthaft zu diskutieren. Immer mehr Verdichtung, immer mehr Konzentration in die Städte zu Lasten ländlicher Bereiche, die Infrastruktur, Bevölkerung und Arbeitsplätze verlieren und ausbluten, kann für uns nicht das Konzept für eine zukunftsfähige Landesplanung sein.“

 

 

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