Zum geplanten Ausbau des Ministerienstandortes an der Rochusstraße - BBB warnt: Machbarkeitsstudie könnte für Bonn auch eine Null-Nummer werden

Verfasst am . Veröffentlicht in Aktuelles

Die BBB-Fraktion würde es begrüßen, wenn der Bund den Standort an der Rochusstraße tatsächlich saniert und ausbaut. Die Berichterstattung und die Äußerungen des BImA-Sprechers legen aber im Gegensatz zu denen des Oberbürgermeisters den Verdacht nahe, dass die Frage der künftigen Nutzung der Liegenschaft an der Rochusstraße noch völlig offen ist. Die Entscheidung über eine mögliche Interims- beziehungsweise Alternativunterbringung der Ministerialmitarbeiter ist danach ebenso wenig erfolgt, wie die zur grundsätzlichen Nutzung nach der ebenfalls noch zu prüfenden Sanierung. Das lässt beim BBB die Alarmglocken in höchsten Tönen läuten. Nicht nachvollziehen kann man beim BBB auch die Sorglosigkeit, mit der OB Sridharan offensichtlich die wagen Äußerungen des BImA-Sprechers hinnimmt.

BBB-Stadtverordneter Johannes Schott: „Wenn ein BImA-Sprecher nur erklärt, dass die perspektivische Nutzung des Gebäudeensembles im Rahmen einer Machbarkeitsstudie geprüft wird, dann steht aus meiner Sicht die Frage im Raum, ob das Ministerium künftig seinen Standort überhaupt weiter in Bonn haben wird. Da droht Bonn mit Blick auf die gesetzlich verankerten Regierungsfunktionen eine Null-Nummer! Persönliche und dringlichste Aufgabe von Oberbürgermeister Ashok-Alexander Sridharan sollte es daher meines Erachtens sein dafür Sorge zu tragen, dass die ministeriellen Arbeitsplätze in Bonn bleiben. Haben diese einmal das Bonner Stadtgebiet verlassen, sind sie für Bonn und die Region für immer verloren. Sanierung und Ausbau von Bundesimmobilien in Bonn dürfen nicht zum neuen Deckmäntelchen für einen Komplettumzug Bonner Ministerien nach Berlin oder in strukturschwache Regionen werden.“

 

Drucken