Leitung der Beethovenhallensanierung bleibt bei Stadtdirektor - Abberufung von Fuchs als Projektverantwortlicher wäre überfällig gewesen

Der Rat hat es in seiner gestrigen Sitzung abgelehnt, Stadtdirektor Fuchs von seinem Posten als Projektleiter für die Erneuerung der Beethovenhalle abzuberufen. Die Entscheidung kam wenig überraschend:

Zentralisierung der Bürgerdienste, Personalabbau oder Beethovenhalle, egal welches der Projekte des Stadtdirektors aus dem Ruder lief (und läuft!), CDU, Grüne und FDP standen in Treue fest hinter Wolfgang Fuchs. Seine Fehlleistungen belohnte die Ratsmehrheit Anfang 2015 gar mit der Ernennung zum Stadtdirektor und zuletzt im Mai 2018 mit seiner Wiederwahl. Im Bonner General-Anzeiger erklärte Fuchs am 12.12.2017: „Wenn es schiefgeht, rollt mein Kopf“. Seitdem ist bei der Beethovenhalle alles schiefgelaufen, was überhaupt nur denkbar war. Der Zeitplan war binnen Kurzem Makulatur und die Kosten stiegen ins Uferlose. Verantwortungsübernahme durch Fuchs? Fehlanzeige!

Nach Vorwürfen in seine Richtung versuchte sich Oberbürgermeister Sridharan gestern Abend in der Ratssitzung mit dem Hinweis rauszureden, nicht er habe Fuchs zum Projektleiter gemacht, das sei vor seiner Zeit gewesen. Dabei scheint er zu übersehen, dass der Rat sich erst 2 Monate nach seinem Amtsantritt, nämlich am 10. Dezember 2015 mit 43:35 Stimmen (Grüne, Mehrheit der CDU, FDP, Linkspartei und Piraten) gegen SPD und BBB für den gültigen Realisierungsbeschluss zugunsten des Luxusprojektes Beethovenhalle entschied (Vgl. DS 1513665). Da die Aufteilung der Aufgaben innerhalb des Geschäftskreises eines Beigeordneten ausschließlich Sache des Bürgermeisters ist (Vgl. 1910969ST2), hätte OB Sridharan überdies seit nunmehr 4 Jahren die Möglichkeit gehabt, den Beigeordneten von der Projektleitung zu entbinden, ohne den Stadtrat dazu einbinden zu müssen.

Ob Sridharan den Stadtdirektor in der Projektverantwortung belässt, weil er Fuchs für die kommende Kommunalwahl noch als Sündenbock braucht, um den Wähler von seiner Verantwortung abzulenken oder einfach nur Sorge hat, selbst die Aufgabe übernehmen zu müssen, kann dahinstehen. Für die BBB-Fraktion wäre die Abberufung von Fuchs als Projektverantwortlicher jedenfalls überfällig gewesen.

Dazu sagt BBB-Fraktionsvorsitzender Marcel Schmitt: „Stadtdirektor Wolfgang Fuchs ist mit der ihm übertragenen Aufgabe heillos überfordert. Das hätte OB Sridharan nicht zuletzt aus der ihm obliegenden Fürsorgepflicht für seinen Mitarbeiter längst erkennen müssen. Er hätte Fuchs im Rahmen seiner allgemeinen Organisationsgewalt abberufen können. Das hat er aber nicht. Jetzt so zu tun, als sei er für dessen Scheitern nicht entscheidend mitverantwortlich, ist unredlich. Die Schuld mag beim Stadtdirektor liegen, die Verantwortung jedoch beim Oberbürgermeister. Das Fiasko Sanierung Beethovenhalle hat, angefangen bei der CDU-, Grüne-, FDP-Ratsmehrheit durchaus viele Väter, Ashok-Alexander Sridharan gehört aber zweifelsohne in die erste Reihe der für das Desaster Verantwortlichen.“

 

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