Poppelsdorf: Grünfläche „Im Wingert“ soll zum Park&Ride Parkplatz werden - Vergiftetes Angebot des Investors

Der Investor, der die Grünfläche Am Wingert mit einem Einkaufzentrum und Wohnungen schon seit 2015 mit Schützenhilfe der Stadtverwaltung und CDU, SPD, FDP und Grünen (Vgl. Drucksache 1510647) massiv bebauen wollte, aber mit seinem Projekt am Bürgerprotest im letzten Jahr scheiterte, gibt nicht auf. Jetzt versucht er es gewissermaßen durch die Hintertür. Über den von ihm den Ratsfraktionen vorgeschlagenen Bau eines temporären Park & Ride-PKW-Parkplatzes für ca. 200 Fahrzeuge will er nach Ablauf von 10-15 Jahren zu einer Bebauung des zum Teil im Landschaftsschutz liegenden Grundstückes kommen. Der Ansatz dürfte vor allem bei CDU und SPD auf fruchtbaren Boden fallen. Sie wandten sich Ende 2018 in der Bezirksvertretung Bonn und im Umweltausschuss gegen eine endgültige Einstellung des Planverfahrens für das Investorenprojekt und erklärten übereinstimmend, dass sie das zum Teil im Landschaftsschutz liegende Gebiet im Prinzip weiter bebauen wollen.

Dazu sagt BBB-Stadtverordneter Johannes Schott: „Das Angebot der in Kevelaer ansässigen Grundstückseignerin ist der vergiftete Versuch, die Grünfläche trotz des berechtigten Protestes von 1800 Poppelsdorfern doch noch zu bebauen. Wer will schon etwas gegen Infrastruktur zum Umstieg vom Auto auf den ÖPNV sagen, mag der Investor sich gedacht haben. Ist erst einmal durch die kalte Küche das vorhandene Planrecht „Landwirtschaftliche Nutzfläche“ für das Grundstück zugunsten einer Ausweisung als Parkplatz erwirkt und die Bedeutung der Fläche für Umwelt und Klima nach Bau der Asphaltfläche zerstört, ist der Weg zur Investorenbebauung nicht mehr weit.“

Die BBB-Fraktion wird sich dem durchsichtigen, ja schon als dreist anzusehenden Versuch entgegenstemmen.

BBB-Bezirksverordneter Peter Kern: „Das mit einem angeblichen Beitrag zur Mobilitätsentlastung getarnte Ziel, erst die ökologische Funktion dieser für das Klima von Poppelsdorf wichtigen Fläche zu beseitigen, um sie später leichter bebauen zu können, wird von uns rundweg abgelehnt. Darauf können sich die Bonner Bürgerinnen und Bürger verlassen.“

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