Stadt tut zu wenig gegen Taubenplage - BBB fordert OB auf, Tierfütterungsverbot endlich durchzusetzen

Die Taubenpopulation in der Bonner Innenstadt ist in den letzten Jahren weiter stetig gewachsen. Mittlerweile besiedeln die Tiere sogar die unterirdischen Bahnsteiganlagen der U-Haltestelle Hauptbahnhof*. Die ungute Entwicklung ist insbesondere auf das nach wie vor viel zu hohe Futterangebot zurückzuführen, dass es aus Sicht des BBB einzudämmen gilt. Mit Blick auf die täglich von vermeintlichen Tierfreunden im Bereich der City ausgebrachten Futtermengen hatte der Bürgerbund für die Sitzung des Hauptausschusses nachgefragt (Vgl. Anlage 200367), was die Verwaltung zur Überwachung des Fütterungsverbotes der Stadttauben im Bereich der Bonner City in den letzten Jahren unternommen hat. Das Ergebnis ist ernüchternd (Vgl. Anlage 200367-1 ST): In den letzten 5 Jahren wurden gerade einmal 21 Personen bei der Fütterung von Tauben erwischt.

Dazu sagt BBB-Fraktionschef Marcel Schmitt: „Seit Jahren bringen sogenannte ´Taubenfreunde` in der Innenstadt beachtliche Mengen an Futter aus. Wer in den Morgenstunden mit offenen Augen durch die City geht, kann dies bestätigen. Durch das Futterangebot steigt nicht nur die Zahl der Tauben sondern auch die der Ratten immer weiter an. Die Stadtverwaltung scheint es wenig zu interessieren, dass die Population der Krankheitsüberträger und damit die Gefährdung der Gesundheit der Bürgerinnen und Bürger weiter zunimmt. Das muss sich schnell ändern.“

Als wäre der bisherige Einsatz der Stadt nicht schon dürftig genug, stellt sich auf Nachfrage des BBB auch noch heraus, dass die Stadt vier Personen eine Ausnahmegenehmigung zum Anfüttern von angeblich verletzten Wildtauben erteilt hat. Wie der BBB feststellen konnte, machen die um eine Beirätin im Vorstand des Tierheim Bonn angesiedelten Inhaberinnen von der Ausnahmegenehmigung auch dann rege Gebrauch, wenn sich Tauben erkennbar nicht in einer Notlage befinden. In einer ungefragt eingereichten Stellungnahme zu der Anfrage des BBB versteigen sich die selbsternannten Tierschützer zu der Behauptung, die Taubenpopulation in der Bonner Innenstadt habe nicht zugenommen, Tauben seien keine gefährlichen Krankheitsüberträger und deren Kot würde auch nicht zur Schädigung von Bausubstanz führen (Vgl. Anlage).

Schmitt: „Die einer Schutzbehauptung gleichkommenden Ausführungen zeugen von Unwissenheit und mangelnder Einsicht. Offenbar verfügt bei den Inhaberinnen der Anfütterungserlaubnis niemand über eine veterinärmedizinische Ausbildung. Diese braucht es aber, um beurteilen zu können, ob ein Tier krank ist oder nicht. Die vom OB ausgestellte Ausnahmegenehmigung ist aus unserer Sicht wegen fehlender Sachkunde sofort zu widerrufen. In Zeiten, in der die Bevölkerung von einem tödlichen Virus bedroht ist, herrscht kein Platz für falsch verstandene Tierliebe.“

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