Bebauung des Melbbades - BBB-Antrag abgelehnt: CDU, SPD, Grüne und FDP für Massivbebauung

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CDU, SPD, Grüne und FDP haben sich in der Stadtratssitzung am 22.06.2020 für eine Massivbebauung auf dem Gelände des Melbbads entschieden. Den Antrag der BBB-Fraktion, das städtische Grundstücks entlang der Trierer Straße nicht an die VEBOWAG für deren Bauprojekt zu verkaufen, um damit das Melbbad dauerhaft als Schwimmbad zu sichern, lehnten die Ratsmehrheit und Oberbürgermeister Sridharan am Montagabend ab.

Der eigentliche Urheber für die den Schwimmbadbetrieb bald einschränkende Riegelbebauung, Rolf Beu (Grüne), hatte zum Zeitpunkt der Abstimmung die Ratssitzung bereits verlassen. Weil er um seine Wiederwahl in den Stadtrat bangt, wollte er lieber nicht für seine eigene Planung stimmen. Sein Parteikumpan Tim Achtermeier machte aber für die Grünen deutlich, dass sie die Bebauung um jeden Preis wollen und den Eingriff in die Natur sowie die fällige Rodung der Bäume gerne mittragen.

BBB-Stadtverordneter Johannes Schott: „Mit dem Beschluss droht das einzigartige Flair des Melbbads geopfert zu werden. Wohnbebauung mit über 80 Wohneinheiten hat auf dem Grundstück eines Freibads nichts zu suchen. Während die Bonner Grünen den Wählern mit ihrem Wahlslogan ´Mehr Grün´ vorgaukeln, für den Erhalt von Grünflächen einzutreten, zeigen sie im Stadtrat ihr wahres Gesicht. Dort stimmen sie seit 2009 -so auch gestern- immer wieder dafür, für Bauprojekte Bäume abzuholzen und Frischluftschneisen als auch Kaltluftentstehungsgebiete wie das Melbtal zuzubauen. Mehr Heuchelei als die Grünen sie an den Tag legen, geht nicht! Dass Rolf Beu sich feige um die Abstimmung und seine Verantwortung drückte, ist da nur noch eine Randnotiz.“

Die Ende der Woche stattfindende Bürgerversammlung ist angesichts des Ratsbeschlusses für den BBB nur noch Blendwerk. Der Oberbürgermeister, die Dezernenten sowie die Politik haben sich bereits festgelegt und sind für Sachargumente nicht mehr zugänglich. In der Infoveranstaltung* wird den Bürgerinnen und Bürgern nur vorgemacht, dass ihre Bedenken ernst genommen werden.

Schott: „Die für Freitag angesetzte Bürgerinformation der Stadt ist eine reine Farce. Die Massivbebauung kann jetzt nur noch abgewendet werden, wenn sich nach der anstehenden Kommunalwahl die Mehrheiten im Rat entscheidend ändern."

*Freitag, 26. Juni, um 18 Uhr im Brückenforum in Beuel, Friedrich-Breuer-Straße; Einlass ab 17.30 Uhr, vorherige Anmeldung unter der Rufnummer 0228 - 77 20 47 oder auf der städtischen Beteiligungsplattform www.bonn-macht-mit.de erforderlich!

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