Godesberger Karnevalszug - Bezirksvertretung lehnt höheren Zuschuss erneut ab

Auf Betreiben der CDU hat es die Bezirksvertretung Bad Godesberg in ihrer letzten Sitzung erneut abgelehnt, dem Antrag des BBB zuzustimmen, den Zuschuss für den Festausschuss Godesberger Karneval e.V. (FAGK) zwecks Durchführung des Bad Godesberger Karnevalszuges zu erhöhen. Der BBB begründete seine Initiative, den Betrag für den Godesberger Festausschuss auf 12.000 Euro zu erhöhen unter anderem mit der Ungleichbehandlung des Karnevals innerhalb Bonns. Der derzeitige Zuschuss für den Bad Godesberger Zug in Höhe von 6.000 Euro liegt absolut und pro Einwohner gerechnet weit unter dem Betrag, mit dem Karnevalszüge in anderen Stadtbezirken gefördert werden.

CDU Bezirksbürgermeister Christoph Jansen (CDU) und allen voran Ratsherr Christian Gold (CDU) verhinderten aber den Beschluss. Weil im Haushalt kein weiteres Geld für den Karnevalszug stehe, könne allenfalls in den nächsten Haushaltsberatungen über die vom BBB beantragte Zuschusserhöhung beraten werden, so Gold. Allzu bereit folgten der kruden Unionsbegründung SPD, FDP, Grüne und Linke in scheinbar tumber Einigkeit. Als es wenige Tagesordnungspunkte später um den Nahverkehrsplan ging, dessen Fortschreibung 7,3 Mio. EUR kosten soll, die aber ebenfalls nicht im Haushalt stehen, hatten CDU, SPD, FDP und Linke keine Bedenken und verwiesen diese Maßnahme nicht aufs Jahresende bzw. ins nächste Jahr. 

Auf ihre widersprüchlichen Entscheidungen anschließend angesprochen, zuckten die meisten Bezirksvertreter nur mit den Schultern. Gut, das im September Wahl ist und manche dieser so wankelmütig handelnden „Volksvertreter“ bald Geschichte sind.

Dazu sagt BBB-Fraktionsvorsitzender Marcel Schmitt: „Dass die dringend notwendige Erhöhung des Zuschusses durch die CDU ein drittes Mal in zwei Jahren hintertrieben wurde, ist bitter und zeugt von mangelnder Achtung gegenüber den ehrenamtlichen Karnevalsvertretern. Wir bedauern, dass Bezirksbürgermeister Jansen und die Mehrheit der Bezirksvertreter zwar bei jeder Gelegenheit betonen, wie wichtig das Brauchtum und die damit verbundene Arbeit ist, wenn es aber konkret darum geht, dieses Engagement durch angemessenere Fördermittel zu würdigen, sich verschließen. Die Wertschätzung des Godesberger Karnevals scheint bei CDU, SPD und den Grünen nicht so weit zu tragen, wie immer geglaubt. Das ist schade. Die Verlogenheit mit der die CDU in der geführten Debatte argumentierte, ist kaum noch zu überbieten.“

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