NRW verlangt höchste Grunderwerbssteuer in Deutschland - Rat lehnt BBB-Antrag mit Bitte um Senkung an das Land ab

Die beim Erwerb eines Grundstücks bzw. Grundstücksanteils oder auch beim Kauf einer Eigentumswohnung anfallende Grunderwerbssteuer liegt in NRW bei 6,5 Prozent und somit im bundesweiten Ländervergleich an der Spitze. Der hohe Steuersatz erschwert vielen finanziell weniger gut gestellten Bürgern den Kauf einer eigenen Immobilie und die Schaffung einer Vorsorge für das Alter. Den Antrag des BBB im Rat, die Bonner Landtagsabgeordneten, Guido Déus und Dr. Christos Katzidis (beide CDU) sowie Joachim Stamp und Franziska Müller-Rech (beide FDP) zu bitten, sich gegenüber der NRW-Landesregierung und den Fraktionen im Landtag NRW aktiv dafür einzusetzen, dass der derzeit in NRW gültige Grunderwerbsteuersatz von 6,5 % auf den vor 2006 deutschlandweit und heute noch in Bayern und Sachsen geltenden Satz von 3,5% zurückgeführt wird, wurde leider mit großer Mehrheit von CDU, SPD, FDP und Grünen abgelehnt.

BBB-Stadtverordneter Johannes Schott: „Offensichtlich hat die Mehrheit im Rat den Bezug zur Realität und zu den Menschen in unserer Stadt verloren. Denn in den meisten Fällen verlangen die Banken die sogenannten Kaufnebenkosten wie die Grunderwerbssteuer als Mindesteigenkapital. Angesichts der Immobilienpreise in Bonn macht die von uns geforderte Senkung schon bei einer Eigentumswohnung schnell 10.000 Euro und im Falle eines Hauses noch viel mehr aus. Mit ihrer Ablehnung haben CDU, SPD, FDP und Grüne deutlich gezeigt, dass sie finanzstarke Investoren Normalverdienern in Bonn, die gerne durch Eigentum den immensen Mietkosten entkommen möchten, vorziehen.“

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