05.01.2026 BBB-Pressemitteilung vom 5.Januar 2026 – Sachlicher Teilplan Erneuerbare Energien beinhaltet keine Windräder in Bonn

Mit der Bekanntmachung des Ministeriums für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen (MWIKE NRW) vom 30.Dezember 2025 ist der Sachliche Teilplan Erneuerbare Energien für die Planungsregion Köln rechtskräftig geworden. In dem zuvor im Regionalrat am 19.Dezember 2025 gegen die Stimmen der FDP (bei zwei Stimmenthaltungen der SPD) beschlossenen Regelwerk sind die für Bonn von der ehemaligen grün-roten Ratskoalition und der CDU präferierten zwei Windenergieflächen auf dem Annaberg im Walgebiet von Röttgen und dem Bad Godesberger Heiderhof nicht mehr enthalten. Damit sind die Pläne der Bonner Rathauspolitiker und der hiesigen Stadtwerke, Windenergieanlagen mit einer voraussichtlichen Gesamthöhe von jeweils 250 Metern (einschließlich Rotorblätter) auf der Waldfläche „Haselingsberg“ und im Bereich des ehemaligen Annaberger Hofes mitten im Kottenforst zu bauen, endgültig vom Tisch.

Dazu sagt BBB-Stadtverordnete Jutta Acar: „Wir begrüßen die jetzt gefallene Entscheidung. Die vorgesehenen Waldgebiete waren aus unserer Sicht für Windenergieanlagen nicht geeignet. Mit dem Bau und Betrieb der Stromerzeuger wäre ein nicht auszugleichender Eingriff in die Natur verbunden gewesen. Neben der wesentlichen Beeinträchtigung der Naherholungsfunktion des Waldes im Bereich des Anna- und Haselingsberges wäre durch den Betrieb der Windmühlen auch eine erhebliche Störung der Wohn- und Lebensqualität der Anwohner auf dem Heiderhof entstanden. Meine Fraktion freut insbesondere der mit dem Beschluss einhergehende Erfolg der örtlichen Bürgerinitiative.“

Neben den genannten Aspekten hielt die BBB-Fraktion insbesondere den Standort auf dem Heiderhof auch aus sicherheitspolitischer Hinsicht für problematisch: Auf Einladung der Bezirksvertretung Bad Godesberg legten in deren Sitzung am 10. April 2024 Vertreter des Fraunhofer-Instituts für Hochfrequenzphysik und Radartechnik (FHR) ihre Bedenken gegen den geplanten Bau von Windenergieanlagen auf dem Heiderhof dar. Sie machten deutlich, dass die beabsichtigte Errichtung von Windrädern auf dem Haselingsberg zu starken Einschränkungen für das von ihnen betriebene Weltraumbeobachtungsradar führen würde.

BBB-Fraktionsvorsitzender Johannes Schott: „Durch die Windmühlen wäre das für die nationale Sicherheit wichtige Radioteleskop in Wachtberg in seinem Betrieb gestört worden. Angesichts der weltpolitischen Entwicklungen sind wir froh, dass der Regionalrat unsere Bedenken berücksichtigt. Unsere nationale Sicherheit geht der Nutzung von erneuerbaren Energien vor. Gut, dass dies – anders als noch im Bonner Stadtrat am 13. Februar 2025 – im Kölner Regionalrat bis auf die FDP breiter Konsens war.“

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