30.01.2026 Zukunft des Bad Godesberger Zentrums – BBB: Vorgelegtes „Image- und Marketingkonzept“ überzeugt nicht!

Das Erscheinungsbild der Bad Godesberger Innenstadt hat sich in den letzten Jahren deutlich verändert. War die City früher durch eine Vielzahl von Fachgeschäften mit hochwertigem Warenangebot und einer entsprechenden Kundschaft geprägt, bestimmen heute eher Dönerbuden, Billigläden, Barbershops und zahlreiche Außen-Cafés mit zu Winter- und Sommerzeit nahezu immer gleichen Besuchergruppen aus dem Bereich des Medizintourismus das Stadtbild. Diese Verhältnisse, aber natürlich auch der immer stärker werdende Onlinehandel lassen viele insbesondere aus dem Umland stammende Kunden mittlerweile einen weiten Bogen um die Godesberger Innenstadt machen. In Folge des Ausbleibens breiterer Käuferschichten verstärkt sich die einseitige Entwicklung des einst prosperierenden Bezirkszentrums zusehends.

Die städtische Wirtschaftsförderung glaubt, dem Trend mit einem Image- und Marketingkonzept für das Bad Godesberger Zentrum entgegenwirken zu können. Die mit der Erarbeitung des Konzeptes beauftragte Firma stellte am Mittwochabend in der Bezirksvertretung Bad Godesberg ihren Plan zur nachhaltigen Verbesserung des Images des Bad Godesberger Zentrums und zur Stärkung der Identität der Bewohner- und Besucherschaft der Innenstadt vor. Nachdem die Agentur über die Hälfte ihrer Vortragszeit mit der ausführlichsten Darstellung der für jede andere Imagekampagne auch üblichen Herangehensweise vergeudete, lief dann die Vorstellung der „modernen Corporate Identity“ umso schneller und enttäuschender. Das neue Motto „Tu Dir was Godes“, das an bereits bestehende Grafikzeichen der Godesburg erinnernde „neue Logo“ und auch die mehr als austauschbare Bildsprache konnten nicht überzeugen. Beim BBB fand man die gezeigten `Kreativansätze´ dürftig.

Dazu sagt BBB-Bezirksfraktionsvorsitzender Marcel Schmitt: „Das großspurig unter Verwendung von vielen Allgemeinplätzen und Plastikwörtern vorgestellte Konzept, das für den Bereich der Innenstadt von Bad Godesberg ein neues Profil etablieren soll, war in Wahrheit gar keines. Ein kaum innovatives Logo, ein paar Bilder mit Personen vor Cityansichten und ein Motto mit nicht gerade überzeugendem Wortspiel reichen nicht. Im Übrigen dürfte ohnehin klar sein, um ein neues Image mit Strahlkraft für unsere Innenstadt begründen zu können, braucht es eine Abkehr vom Medizintourismus und der Vielzahl von darauf ausgerichteten Geschäftsmodellen. Statt x-ter Dönerbude und Außengastro an jeder Ecke, braucht die Godesberger City wieder mehr Fachgeschäfte mit für die ansässige Bürgerschaft attraktiven Angeboten.“