Anfang Mai 2025 hatte die grün-rote Koalition in der Beueler Bezirksvertretung beschlossen, aus dem angeblich ergebnisoffenen Verkehrsversuch auf der Friedrich-Breuer-Straße eine Dauerlösung zu machen. Während die Straße für den ÖPNV, Taxis, Lieferverkehr und Fahrräder weiter befahrbar ist, muss der Autoverkehr seither auch weiterhin draußen bleiben.
Angesichts der im näheren Umfeld nicht vorhandenen oder überteuerten Parkplätze bleibt ein Teil der auf das Auto angewiesenen Kundschaft in der Friedrich-Breuer-Straße heute in den dortigen Geschäften aus. Der Einzelhandelsverband Bonn Rhein-Sieg Euskirchen hat die Entwicklung jetzt erneut aufgegriffen, warnt mit Blick auf die kürzliche Schließung von drei Geschäften vor einer „schleichenden Schwächung“ der Beueler Haupteinkaufsstraße und appelliert an die Stadt und Oberbürgermeister Guido Déus, eine zeitnahe Überprüfung des aktuellen Verkehrskonzepts und eine transparente Auswertung seiner Auswirkungen auf Handel und Kundenfrequenz durchzuführen. Ferner regt der Verband an, einen offenen Dialog mit den Gewerbetreibenden vor Ort zu suchen.
Beim BBB trifft der Appell zwar auf Zuspruch, dort sieht man die Prüfung aber nur als ersten Schritt, um zum Status quo ante zurückzukehren, den auch zahlreiche Geschäftsinhaber in der Straße selbst sowie Gewerbetreibende aus der Oberen Wilhelmstraße fordern. BBB-Bezirksverordnete Britta von der Lippe meint dazu: „Der BBB spricht sich grundsätzlich für eine erneute Öffnung der Friedrich-Breuer-Straße für alle Verkehrsteilnehmer aus. Beuels Zentrum sollte wie vor der grünen `Verkehrswende´ wieder problemlos erreichbar sein.“