26.03.2025 Rat beschließt Aufstellung und Offenlage eines neuen Bebauungsplanes für die Universitätsklinik Bonn (UKB) – BBB: Verdreifachung der Baumasse und bis zu 35 Meter hohe Bebauung werden täglichen Verkehrskollaps zur Folge haben – und nicht nur das

Den Vorschlag von Oberbürgermeisterin Katja Dörner (Grüne) und ihrem Stadtbaurat (DS 242094*) auf dem Gelände des UKB eine Verdreifachung der Baumasse und bis zu 35 Meter hohe Bebauung zuzulassen, kann man nur als verantwortungslos und der Situation unangemessen bezeichnen. Der damit unweigerlich verbundene Personalaufwuchs wird in den nächsten Jahren zum täglichen Verkehrschaos führen. Da wundert es wohl niemanden, dass die OB das von der Uniklinik selbst beauftragte Verkehrsgutachten (Stand Juni 2024) gar nicht erst ihrem Beschlussvorschlag beigefügt, sondern nur eine beschönigende Zusammenfassung geliefert hat. Zur Erinnerung: Bereits heute herrscht regelmäßig ein Verkehrschaos auf den Zufahrtsstraßen. Das UKB wurde in den letzten Jahren massiv ausgebaut. Leider wurden hierbei die Interessen der Anwohner kaum berücksichtigt; so hätte man mit einer Langfristplanung und einer geänderten Planung durchaus verschiedene Effekte deutlich abmildern können. BBB-Stadtverordneter Johannes Schott: „OB Dörner erweckt bei Wiedergabe der Ergebnisse des Verkehrsgutachtens den Eindruck, als ließen sich künftige Verkehrsprobleme auf den Venusberg und zurück mit drei Ampelanlagen an Knotenpunkten lösen. Wäre dem so, stellt sich mir die Frage, warum diese Ampeln nicht schon längst installiert wurden. Die angedachte Seilbahn wird immer wieder als Problemlösung in den Raum gestellt, obwohl zahlreiche Fragen noch gar nicht geklärt sind. Bereits heute kommt es regelmäßig zu brenzligen Situationen, wenn der Rettungsdienst mit Martinshorn und Blaulicht den Stau ober- und unterhalb des Marienhospitals umfahren muss. Der zunehmende Verkehr wird nicht das einzige Problem bleiben, sollte der Bebauungsplan tatsächlich umgesetzt werden. Als BBB-Fraktion sehen wir die weitere Flächenversiegelung, die angedachte Vergrößerung der Baukörper und die Folgen für die Anwohner äußerst kritisch. Die Kapazitätsgrenze des Bauvolumens ist aus unserer Sicht bereits heute erschöpft.“ Die BBB-Fraktion wird die Anwohner auf dem Venusberg in Kürze zu einem Bürgergespräch einladen und informieren. * https://www.bonn.sitzung-online.de/public/vo020?VOLFDNR=2020268&refresh=false