Die Informationsveranstaltung* der Stadt Bonn zum neuen Parkraumkonzept Beuel** am 14. Juli im Rathaus Beuel, zu der trotz hochsommerlichen Temperaturen zwischen 300 bis 400 Besucher kamen, offenbarte, dass viele Bürger den Plänen für eine Bewirtschaftung der öffentlichen Stellplätze vor ihrer Haustür skeptisch gegenüberstehen. Nicht wenige fühlten sich angesichts der Streichung von 320 Parkplätzen im Gebiet, der ungerechtfertigten Ausweitung des Geltungsbereichs der Bewirtschaftungszone und der Sorge um die Erreichbarkeit von Ärzten und Einzelhandel von der Politik übergangen.
Wie für den Großteil der Bürger ist auch für den BBB die von der Stadt für die Parkraumbewirtschaftung herangezogene Behauptung, es käme durch einen unbegrenzten Zustrom von Pendlern im gesamten Gebiet von Beuel- Mitte zu einen unzumutbaren Konkurrenzkampf zwischen Auswärtigen und den Anwohnern, nicht belastbar belegt. Derartige Verdrängungsprozesse beschränken sich nachweisbar lediglich auf einige wenige Engpässe (Hotspots), wo tatsächlich ein Handlungsbedarf besteht. Für den BBB ist das aber kein Grund, das Kind mit dem Bade auszuschütten.
Dazu sagt BBB-Bezirksverordnete Britta von der Lippe „Viele Bürgerinnen und Bürger haben den Eindruck, dass über ihre Köpfe hinweg entschieden wurde und sie zu spät oder nicht ausreichend über die Pläne und deren Ausmaß informiert wurden. Den Unmut können wir gut verstehen, denn das eigentliche Ziel des Projektes ist nicht die von der Stadtverwaltung behauptete Verbesserung der Wohnqualität im Beueler Zentrum, sondern das grün-rote Idealbild einer autofreien Stadt. Der Kfz-Besitz soll so erschwert werden, dass möglichst viele Bürgerinnen und Bürger ihr Auto entnervt aufgeben. Statt den für die Bürgerschaft nachteiligen Beschluss zum Parkraumkonzept aus 2025 zu kippen, und nur an den Hotspots für Abhilfe zu sorgen, hat sich die CDU zum Nachteil der Anwohner entschieden, mit ihrer nach der Kommunalwahl in 2025 gegründeten Kooperation mit SPD und FDP daran festzuhalten. Der Vorgang zeigt deutlich, wie weit sich die politisch Verantwortlichen von den Bürgern entfernt haben.“
Der BBB wird die Anregungen und Kritikpunkte der Bürgerinnen und Bürger in die weitere politische Beratung einbringen und sich auch weiterhin für vernünftige Regelungen bzw. angemessene Maßnahmen für den ruhenden Verkehr im Beueler Stadtgebiet einsetzen. Die Wählergemeinschaft unterstützt hierbei vor allem durch längerfristige gezielte Verkehrsbeobachtungen zu erarbeitende individuelle, ergebnisorientierte Lösungen für die betroffenen Straßen /Viertel, die die berechtigten Interessen der Anwohner, der Gewerbetreibenden, sowie auswärtiger Dritter gleichermaßen berücksichtigen.
Britta von der Lippe: „Pendler sind nicht nur Menschen, die das Stadtgebiet angeblich überschwemmen und Anwohnern Parkplätze vorenthalten. Pendler sind auch unsere Ärzte, Pflegekräfte, Handwerker, Beschäftigte im Einzelhandel und all diejenigen, die jeden Tag das öffentliche Leben in Beuel aufrecht erhalten. Die Verwaltung sollte sich ohnehin besser auf die aktuellen Probleme im Zusammenhang mit der Sperrung der Nordbrücke konzentrieren und nicht auf ideologisch getriebene Konzepte, die die Stadt viel Geld kosten.“
**Nähere Informationen zum Parkraumkonzept Beuel können auf der Projektwebseite der Stadt Bonn abgerufen werden: www.bonn.de/parken-beuel
Wer nicht teilnehmen konnte oder nach der Veranstaltung weiteren Informationsbedarf hat, kann sich mit einer E-Mail an parkraumkonzept-beuelbonn@.de an die Stadtverwaltung wenden.