Die BBB-Fraktion hält den am 24. September 2026 im Stadtrat zur Beschlussfassung anstehenden Bebauungsplan 6618-1*, der mit einer Verdreifachung der bisher zulässigen Baumasse einen drastischen Ausbau der Uniklinik Bonn (UKB) ermöglichen soll, für vollkommen inakzeptabel. In seiner Vorlage schlägt Oberbürgermeister Guido Déus (CDU) dem Stadtrat vor, eine Vielzahl an Widersprüchen aus der Bürgerschaft nicht anzuerkennen. Gewichtige Argumente der Bürger gegen den vorliegenden Satzungsentwurf im Hinblick auf die Verkehrsproblematik, die hohe Flächenversiegelung (mit den entsprechenden Umweltauswirkungen) sowie Kritik an den Auswirkungen für Anwohner durch Lärm sollen nach dem Willen des OB vom Rat allesamt als irrelevant bewertet werden.
Dazu sagt BBB-Fraktionsvorsitzender Johannes Schott: „Mit der einem Persilschein gleichkommenden Verwaltungsvorlage sollen dem UKB alle Expansionswünsche ohne Rücksicht auf Verluste erfüllt werden. Im Gegenzug werden die Interessen der Anwohner auf dem Venusberg und an den Zufahrtstraßen dorthin vom Tisch gewischt. Die einseitige Positionierung der Stadtverwaltung mit dem CDU-OB an der Spitze ist eine schallende Ohrfeige für alle Bürger, die heute schon unter den massiven Auswirkungen des UKB zu leiden haben und in Zukunft noch Schlimmeres erdulden sollen.“
Aus Sicht der BBB-Fraktion muss zwingend eine grundlegende Überarbeitung des Planentwurfes mit der Maßgabe erfolgen, die bauliche Dichte, den Versiegelungsgrad und die Höhenentwicklung erheblich zu reduzieren. Zudem müssen nach Auffassung der Wählergemeinschaft vor einem geänderten Satzungsbeschluss alle zur Sicherstellung der verkehrlichen Erschließung notwendigen Maßnahmen umgesetzt und der Schutz der Anwohner vor Straßenverkehrs- und Luftverkehrslärm gewährleistet sein.
* https://www.bonn.sitzung-online.de/public/vo020?VOLFDNR=2027418&refresh=false