„Seit Jahren steigen die Zahlen von verunglückten E-Scooter-Fahrern in Bonn. Allein im vergangenen Jahr ist nach Auskunft der Bonner Polizei die Zahl um 37 Prozent auf fast 130 – darunter 20 Schwerverletzte – gestiegen“.*
Als BBB fordern wir mit unserem am 18. August 2026 eingebrachten Antrag** eine spürbare und dauerhafte Reduzierung der gesamtstädtischen Fahrzeuganzahl auf maximal 2.500 und daraus folgend auch eine Reduzierung der Anbieter von aktuell sechs auf künftig drei. Ergänzend dazu fordern wir mit Blick auf behindernd abgestellte/abgelegte Fahrzeuge eine anbieterseitig zu etablierende regelmäßige Fußpatrouille, um eine umgehende Wegnahme der Fahrzeuge zu gewährleisten und damit den Regelungen des „Fahrrad- und Nahmobilitätsgesetz NRW“ unter Paragraph 14 unter Klammerziffer 1 zu entsprechen.
Dazu Johannes Schott, BBB-Fraktionsvorsitzender: „Die Beschwerden über behindernd abgestellte E-Scooter und das unerlaubte Befahren von Gehwegen und Fußgängerzonen – oft mit hoher Geschwindigkeit – mit diesen Spaßfahrzeugen nehmen zu. Ein Grund dafür ist das angestiegene Anbieteraufkommen und damit die hohe Anzahl von Fahrzeugen. Die Stadt Bonn sollte dem jüngst in Köln beschlossenen Beispiel auf Reduzierung und Regulierung dringend folgen. Die Zahlen der Bonner Polizei sind Warnrufe und der Oberbürgermeister ist aus Sicht des BBB aufgefordert, spürbar und entschlossen zu handeln.“
Verzeichnete man in 2022 schon 74 Unfälle waren es in 2025 bereits 130 Verletzte E-Scooter-Fahrer. Dabei ist die häufigste Unfallursache die regelwidrige Straßenbenutzung. Fahrten unter Alkohol- und Drogeneinfluss, unerlaubtes Fahren zu zweit oder sogar von Kindern deutlich unter 14 Jahren prägen das Nutzungsverhalten der Spaßfahrzeuge.
Die hiesigen Zahlen reihen sich in den beklagenswerten bundesweiten Trend ein. Das Bundesamt für Statistik meldet mit Pressemitteilung vom 16. Juli 2026 *** für das Jahr 2025 einen bundesweiten besorgniserregenden Anstieg von 38,1% im Bereich der Verkehrsunfälle von E- Scootern mit Personenschäden. Dabei ist die Zahl der Schwerverletzten und der Todesopfer auf 1.895 zu beziffern. Angesichts dieser Fakten ist es zwingend an der Zeit, mit der beantragten Regulierung des E-Scooter-Aufkommens entgegen zu steuern.
Quellen:
* WDR-Beitrag https://www1.wdr.de/nrw/rheinland/bonn/kontrollen-e-scooter-unfaelle-bonn-
100.html
** BBB-Antrag – DS211958-07 – https://www.bonn.sitzung-online.de/public/vo020?
VOLFDNR=2028958&refresh=false
*** Pressemitteilung Bundesamt für Statistik
https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2026/07/PD26_N049_462.htm