Für den Halloween-Tag am 31.10. sind bereits jetzt in mehreren deutschen Großstädten Demonstrationen angekündigt. Es ist laut Medienberichten davon auszugehen, dass gewaltbereite extremistische Gruppierungen versuchen könnten, solche Veranstaltungen für eigene Zwecke zu nutzen. Im Bonner General-Anzeiger wurde zudem über Chatnachrichten berichtet, in denen Bonner Schüler Zusammenkünfte in Medinghoven und mögliche gewaltsame Aktionen an Halloween verabredet haben sollen.
Die BBB-Fraktion geht davon aus, dass die Stadtverwaltung die vorliegenden Erkenntnisse bewertet, sich mit den zuständigen Sicherheitsbehörden – insbesondere der Bonner Polizei – abstimmt und erforderliche Präventionsmaßnahmen rechtzeitig ergreift. Dabei muss selbstverständlich zwischen friedlich demonstrierenden Jugendlichen und Personen unterschieden werden, von denen konkrete Gefahren ausgehen.
Johannes Schott, Fraktionsvorsitzender der BBB-Fraktion: „Es hat bereits in der Vergangenheit gewaltsame Krawalle in Medinghoven gegeben. Insofern muss man die Ankündigungen ernst nehmen und entsprechende Sicherheitsvorkehrungen treffen. Wir dürfen rechtsfreie Räume weder in Wohngebieten des Hardtbergs noch in anderen Bereichen der Stadt zulassen. Wir fordern, dass Polizei und Ordnungsamt an dem Halloween-Wochenende in Medinghoven massiv präsent sind und deutlich machen, dass jede Form von Gewalt direkte Konsequenzen hat. Wir fordern außerdem dazu auf, dass die betreffenden Personengruppen bereits in den kommenden Tagen gezielt angesprochen werden – und zwar über Schulen (Schülervertretungen und Lehrer) und an entsprechenden Treffpunkten.“
Die BBB-Fraktion sieht zudem Eltern und Multiplikatoren wie Jugendeinrichtungen in der Pflicht, die Jugendlichen im Vorfeld anzusprechen und deutlich zu machen, dass Gewalt nicht toleriert wird. Auch sollte über die Social Media-Kanäle des städtischen „Beirat für die Beteiligung der Kinder und Jugendlichen“ darauf hingewiesen werden, dass Demonstrationen friedlich abzuhalten sind.