Die Straßenüberführung „Auf dem Grendt“ über die DB-Gleise und die SWB-Gleise in Beuel zwischen der Königswinterer und der Limpericher Straße besteht aus zwei getrennten, unmittelbar in einer Linie hintereinanderliegenden Brückenbauwerken, die beide schon seit Jahren sanierungs- und erweiterungsbedürftig sind. Weil die Instandsetzung und Verbreiterung beider Brücken wegen ihres Alters und des dürftigen technischen Aufbaus sowie aus finanziellen Gründen keinen Sinn macht, hielt es die Bonner Stadtverwaltung für zweckmäßig, die Planung des Neubaus beider Übergänge in einer zusammengefassten Brücke unter eigener Regie zu betreiben. Am 7. September 2021 folgte der Hauptausschuss der Empfehlung und beauftragte die Stadtverwaltung, einen Ersatzbau in Form eines vereinenden und im Vergleich deutlich breiteren Brückenbauwerks zu planen (siehe Konzeptbild aus DS 210685)*.
Auf eine von der BBB-Fraktion im Verkehrsausschuss und in der Bezirksvertretung Beuel eingereichte Sachstandsanfrage** hat die Stadtverwaltung jetzt eine unbefriedigende Stellungnahme abgegeben: Die notwendigen baulichen und finanziellen Abstimmungen mit den beteiligten Stellen und den betroffenen Anliegern konnten nicht abgeschlossen werden, heißt es von städtischer Seite***. Laut Stadt soll die Haltbarkeit beider Bestandsbrücken weiterhin gegeben sein.
Dazu sagt BBB-Fraktionsvorsitzender Johannes Schott:“ Offenbar ist diese wichtige Infrastrukturmaßnahme seit fünf Jahren nur stiefmütterlich bearbeitet worden. Für uns ist es unverständlich, dass die Planung der neuen Brücke erkennbar vernachlässigt worden ist und das Bauwerk nicht während der momentanen Stilllegung der rechtsrheinischen DB-Strecke zur Umsetzung kommt.“
Aus Sicht der Wählergemeinschaft ist der Verfahrensstand insbesondere wegen der engen Platzverhältnisse auf den Brücken ärgerlich. Überdies hält der BBB die Stellungnahme, ob der dort zu lesenden Allgemeinplätze der Stadt für unzureichend.
Britta von der Lippe, BBB-Bezirksverordnete in Beuel kommentiert dies so: „Wegen der fehlenden Fußgängerwege sind die Brücken für Passanten gefährlich. Die vagen Aussagen der Verwaltung sind unbefriedigend. Wann mit der DB AG, der SWB bzw. Dritten zu welchem Zeitpunkt Gespräche geführt wurden und was diese im Einzelnen ergeben haben, ist für uns ebenso von Interesse wie der Zeit- und Kostenplan für den Brückenneubau. Statt Ausflüchte wollen wir konkrete Antworten.“
* https://www.bonn.sitzung-online.de/public/vo020?VOLFDNR=2000557&refresh=false
** https://www.bonn.sitzung-online.de/public/vo020?VOLFDNR=2029890&refresh=false
*** https://www.bonn.sitzung-online.de/public/vo020?VOLFDNR=2029968&refresh=false